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HTTP2 bei Hosteurope

HTTP2 ist eine gute Sache, weil es viele alte Zöpfe von HTTP1.1 abschneidet und so die Ladezeiten wesentlich reduzieren kann, was dem Besucher von Webseiten zu Gute kommt, weil es einfach eine bessere User-Erfahrung ist. Auch dem Webdesigner spart es einige Mühen, weil dieser nicht mehr zwingend solche Artefakte wie CSS-Sprites oder Domain-Shradding machen muss.

Schade nur, dass viele Webhosting-Anbieter diesen Standard noch nicht unterstützen. Dazu zählt leider auch Hosteurope. Das allein ist schon nicht schön und ich verstehe, dass es in größeren Firmen Prozesse gibt, die es nicht ermöglichen schnell und flexibel umzusetzen. Manchmal wird auch aus taktischen Gründen gewartet, weil man erstmal schauen, will wie sich ein neuer Standard durchsetzt oder ob dieser noch Kinderkrankheiten hat.

HTTP2 gibt es nun aber mindestens schon seit 2015/2016 und hat sich in vielen Bereichen bereits durchgesetzt. Auf konkreter Nachfrage beim Support von Hosteurope im Jahr 2019, ob und ggf. wann HTTP2 dort eingeführt wird, erhielt ich die wörtliche Antwort:

[…]Nein, leider können Sie diese Konfiguration über das KIS nicht vornehmen.Wir werden auch in Zukunft kein HTTP2 anbieten.[…]

Dass man dies so kategorisch bei Hosteurope auch für die Zukunft ausschließt, hat mich erschrocken. Leider fehlte auch jegliche Begründung, warum man kein HTTP2 innerhalb der Webserver-Umgebung von Hosteurope anbieten möchte. Aufgrund dieser ablehnenden Haltung gegenüber fortschrittlichen Technologien bzw. Standards gehört diese für mich auf die Pranger-Liste.

Wie HTTP2 im Detail funktioniert kann man hier nachlesen.

Ich würde mich freuen, wenn Hosteurope eines Tages doch diese scheinbar zementierten Meinung ablegen kann und die Unterstützung von HTTP2 verkündet, so dass es kein Fall mehr für den Pranger ist.

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Betrug im Online-Marketing

Englische Version des Artikels

Produktverkäufer, Spieleanbieter und Dienstleister sind stark vom Online-Marketing abhängig. Oft werden große Werbekampangnen gestartet um das eigene Produkt, die eigene Dienstleistung im Internet bekannter zu machen und nach Möglichkeit den Umsatz zu steigern. Das ist prinzipiell erstmal nicht verwerflich.

Auf der anderen Seite stehen Publisher, Blogger, Influencer und Youtuber. Diese können meistens auch nicht „for nothing“ alle Ihre Inhalte bereitstellen, da laufende Kosten enstehen und Equipment beschafft werden muss, um qualtitativ wertvolle Inhalte zu produzieren. Und ein kleiner zu versteuernder Obolus (Steuer! Achtung Prangerpotential!!!) soll man Ende des Monats auch noch übrig bleiben. Auch das ist prinzipiell nicht unsittlich.

Wie aber finden nun die Werbewilligen und die Publisher zueinander. Das erfolgt meistens nicht direkt, sondern über Vermittler. Dies sind oft Marketing-Firmen oder SEO-Firmen, die sich einen Stamm an vertrauenswürdigen Publishern aufgebaut haben und Marketing-Kampangnen aufstellen, betreuen, vermitteln und auch zugehörigen Content erstellen. Handelt es sich um etablierte Firmen ist die Welt in Ordnung. Aber es tummeln sich auch viele Einzelpersonen in diesem Segment.

Unter den Einzelpersonen tummeln sich auch Schwarze Schafe, die an den Pranger gehören. Deren Geschäftsmodell scheint zu sein, Werbewilligen die Content-Vermittlung anzubieten. Der Content wird vermittelt und vom Publisher veröffentlicht. Unser Schwarzes Schaf streicht sich das Geld vom Werbewilligen ein und zahlt den Publisher nicht aus. Publisher ärgert sich darüber und nimmt den Content wieder offline. Wir haben also zwei Geprellte, deren Geschäftsmodell durch diese Betrügerei untergraben wird.

Deswegen packen wir die uns bekannten Fälle auf die Prangerliste:

Auffällig an der nachfolgenden Liste sind die vielen Gmail-Adressen. Das scheint schon mal ein Indiz zu sein, dass man es hier nicht unbedingt mit einer Firma zu tun hat, sondern eher um einen Zwischenhändler und im Zweifelsfall um einen Scharlatan wie diese hier:

Aldo Sorella (aldosorella123@gmail.com)

Aldo Sorella (aldosorella123@gmail.com) vermittelt Content mit Links. Nach der Veröffentlichung erfolgt keine Reaktion mehr.

Justin add Carl (justadz12@gmail.com)

Freundlicher, reger E-Mail Verkehr mit Justin add Carl (justadz12@gmail.com) bis Content veröffentlicht wurde. Danach verstummt sämtliche Kommunikation.

Andrzej Marczuk (andrzej.marczuk0@gmail.com)

Andrzej Marczuk (andrzej.marczuk0@gmail.com) kommt mit viel Content um die Ecke. Betreibt eine gewissen Hinhaltetaktik, was die Bezahlung betrifft, die aber schleierhaft erscheint. Zum Beispiel könnten keine Einzelzahlungen möglich sein; nur Paketzahlungen. Verspricht Zahlung innerhalb der nächsten 72Stunden. Nur kommt auch nach 144 Stunden noch nix.

Marinus Nutma (marinusnutma02@gmail.com)

Ein weiterer Kandidat ist Marinus Nutma. Dieser scheint für verschiedene Projekte unter verschiedenen E-Mail Adressen zu agieren.

  • marinusnutma02@gmail.com
  • info@weinkuehlschrankshop.de
  • marinus@3dhubs.com

Dieser Troll verspricht Zahlung innerhalb von 10 Tagen; jedoch muss er sich in einem anderen Raum-Zeit-Kontinuum bewegen, denn auch nach 30 Tagen wartet man vergebens auf eine Bezahlung.

Jessica McRichmond (jessicamcrichmond@gmail.com)

Nach erhaltener Dienstleistung bricht der Kontakt komplett ab. Auf nachfragen keine Reaktion.

Chaentae Mills (chaentaemills@gmail.com)

Vermittelt Content und dann ist der Kontakt komplett vorbei. Nach kurzer Zeit gab es sogar eine Fehlermeldung vom Google Mail Server „The email account that you tried to reach is disabled“. Ein Kanditat(in), der/die anscheinend unter mehreren Namen und E-Mail Konten agiert.

Anna Hafner (hafneranna310@gmail.com)

Ewiges Hin & Her per E-Mail. Dann gehen die angebotenen Zahlungsmethoden nicht. Stattdessen wird nach möglichen im europäischen Raum wenig verbreiteten Zahlungsmethoden wie Paxum oder Webmoney gefragt. Scheinen mir aber eher Ablenkungsmanöver zu sein, um es weiter hinauszuzögern.

Josh Buttler (joshbuttler83@gmail.com)

Verhandelt Rabatte und nach der Veröffentlichung gibt es keine Reaktion mehr; auch nicht auf wiederholtes nachfragen.

Weitere Kandidaten

Viele unserer Leser haben ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht und uns einige Kandidaten mitgeteilt, die scheinbar mit unlauteren Mitteln Gastbeiträge für Blogs vermitteln (siehe auch Kommentare). Da wir keine eigenen Erfahrungen mit diesen Personen gemacht haben, ist die Liste natürlich ungeprüft. Wenn man mit diesen Personen Geschäfte macht, sollte man jedoch vorsichtig agieren:

alexroy35408@gmail.com

möchte, dass Sie den Artikel schreiben. „Alex Roy‘ ist eigentlich eine Person namens Maleeha Iqbal in Islamabad, Pakistan.

tabraizmalik3540@gmail.com

… ist jemand, der mit alexroy arbeitet und die gleichen Methoden verwendet.

stephen@gamingmediaconnect.news

… möchte, dass Sie Links in Ihre Artikel einfügen.

odinmario790@gmail.com

… möchte Artikel auf Ihrer Website veröffentlichen.

kanevillamson5315@gmail.com

hier besteht die Gefahr, dass Malware-Links im Artikel sind.

liasabeauty@gmail.com

… versucht, Artikel zu veröffentlichen.

jamescrown844@gmail.com

… versucht, Artikel zu veröffentlichen.

mickyaddamdj@gmail.com

… versucht, Artikel zu veröffentlichen.

Terrance@apps4rent.com

… will Artikel und Links für seine Website zu erhalten, zahlt dann aber nicht.

richardmillerx20@gmail.com

Hier sollte man aufpassen, ob die Artikel nicht ggf. von einer anderen Webseite stammen.

blogupmedia@gmail.com

… versucht, Artikel ohne Bezahlung zu veröffentlichen und behauptet eine Agentur zu haben

macmanshane135@gmail.com

…Artikel stammen ggf. von einer anderen Webseite.

syedinzmam264@gmail.com

…auch mit der Person hinter dieser E-Mail Adresse wurden bereits schlechte Erfahrungen gemacht.

bryan.reyes@supermoney.com

… bestellt Link-Veröffentlichungen, aber bezahlt dann die Rechnung nicht.