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Handy als digitale Fußfessel

Jeden Tag steht ein Dummer auf, heißt es, und auch in der CSU stehen Leute morgens auf.

15 km sollen wir maximal noch von unserem Wohnort unterwegs sein dürfen, sofern die Infektionszahlen nicht passen. Außer arbeiten natürlich, das geht weiterhin. Schlitten fahren, Radfahren oder sonstige Freizeitaktivitäten, dass muss nicht sein.

Schwierig hingegen die Umsetzung und die Kontrolle. Hier muss im Einzelfall jeder überprüft werden, Ausweis prüfen, Abstand messen, gar nicht so einfach und der ein oder andere Ordnungshüter dürfte davon schnell an seine technischen Grenzen kommen.

Daher kam ein CSU-Politiker auf die glorreiche Idee man könnte die Sache doch einfach mit einer passenden Handyüberwachung lösen. Die Idee ist genial, die digitale Wanze, übermittelt die Position und kann wir können direkt geortet und ggf. auch bestraft werden, sofern wir nachträglich keine plausible Erklärung für unseren Ausflug haben.

Dennoch finden wir, dass der Plan wenig durchdacht ist. Üble Gesellen könnten ihr Telefon einfach daheim vergessen, den in Funkmodus versetzen oder am Ende behaupten, dass das Telefon nur im Auto lag, welches man an einen Bekannten verliehen hat, der triftige Gründe für die Reise hatte, aber dessen Namen man nicht kennt oder sich nicht mehr genau erinnern kann, wem man das Auto geliehen hatte. Der fiese Geselle hat sicher noch andere Ausreden parat.

Besser wäre daher zusätzliche Hardware, welche unabhängig von Eingriffen des Nutzers funktioniert. Eine Art Armband, besser Fußband, welche die aktuelle Position jederzeit übermittelt, beim Erreichen der 15 km Grenze akustische Signale aussendet und bei Überschreitung Stromstöße verabreicht. Für die Fahrt zur Arbeit kann Zeit und Korridor definiert werden, sodass dies weiterhin möglich ist. Alle weiteren Reisen können mit triftigem Grund und via Fax unbürokratisch beim nächsten Gesundheitsamt beantragt werden. Mit 48 Stunden Vorlaufzeit.

Wir prangern daher solche unzureichenden Vorschläge der Politik an!

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