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Thüringen versagt beim Impfen

Bodo Ramelow, der nicht gewählte Ministerpräsident von Thüringen, war der größte Befürworter von Ausgangssperren mit Bewegungsradien. Kein Wunder, daheim versagt die Landesregierung bei der Impfung, da kann man mit harten Maßnahmen gut ablenken.

Der Impf-Fortschritt wird vom Robert-Koch-Institut über ein Meldesystem entgegen genommen und verwaltet. Damit soll ein Überblick gelingen, wie weit der Stand der Impfungen in Deutschland ist oder eben nicht. Derzeit läuft vieles nicht rund, da man wohl aufs falsche Pferd gesetzt hat um Geld zu sparen, statt mit Wumms einfach mal alle Impfstoffe auf gut Glück zu bestellen. Das wäre am Ende auch billiger gewesen als ein Lockdown.

Aber sei es drum. Natürlich funktioniert auch der Rest nicht. Thüringen schafft es derzeit zwar die höchsten Corona-Inzidenzzahlen zu melden (vermutlich per Fax), aber die Anzahl der Impfungen können nicht gemeldet werden. Gerade mal 810 Impfungen wurden gemeldet, was Bodo Ramelow (SED Nachfolgepartei) dazu animierte via Twitter zu verkünden, dass dies nicht stimme, sondern 1711 Impfungen verabreicht worden sind.

Auch nicht viel und damit liegt Thüringen weit hinter anderen Bundesländern. Haken tut es an der Anbindung an das Meldesystem. Sicherheitszertifikate müssen installiert werden, das ist alles komplizierte Technik (komplizierter als ein Faxgerät).

Kein Wunder also, dass Bodo Ramelow etwas panisch wird und so eine Einschränkung des Bewegungsradius ist ja auch eine gute Maßnahme zum ablenken. Das lässt sich deutlich besser in der Presse breittreten, als langweilige Zahlenspiele über Impfungen.

Auch sonst scheint das Meldesystem nicht ganz rund zu laufen. Auf Nachfrage beim Robert-Koch-Institut, wie viele Länder das Meldesystem bereits nutzen, kam als Antwort „Mindestens eins“, alle anderen melden, per E-Mail.

Die Antwort der Politik: mehr Lockdown! Wir prangern dies an.

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