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Gratismut

Ich habe Verständnis für jeden Sportler, welcher nur seinem Sport nachgeht und drauf scheißt, dass die WM dieses Jahr in Katar stattfindet. Als die WM in Katar in korrupten Hinterzimmern ausgekaspert wurde, waren viele Spieler noch nicht einmal Profispieler. Wenn dann jemand sagt, ist halt so, ich habe jetzt die Chance auf eine WM oder Olympia, dann habe ich dafür nicht nur Verständnis sondern auch Respekt.

Respekt deswegen, weil anscheinend von Sportlern inzwischen erwartet wird, dass diese irgendeine politische Botschaft transportieren, für etwas einstehen und Missstände. Wobei dies nicht richtig ist. Es muss schon in die richtige politische Ecke passen. Ein Manuel Neuer wird in Ungarn für seine Regenbogenarmbinde gefeiert. Ein Joshua Kimmich darf nicht auf viel Verständnis in den Medien und Twitter hoffen, wenn er sagt, dass er sich die Wirkung der nebenwirkungsfreien Corona-Spritze erstmal in Ruhe anschauen will. Wer Trump verdammt, darf sich der Unterstützung gewiss sein, für die Klimakleber gibt es ebenfalls viel Verständnis.

Man stelle sich vor, die AfD würde sich für die politischen Ziele irgendwo festkleben oder Kunstwerke mit Suppe übergießen. Aber lassen wir das.

Viel faszinierender ist am Ende ohnehin, wie schnell der Gratismut verfliegt, sofern Gegenwind droht. Die Fifa drohte mit ernsthaften Konsequenzen und gelben Karten und schupps wurde die eigene Überzeugung über Board geworfen. Von Klimaklebern hat man bisher auch nicht gehört, dass diese sich in China irgendwo festgeklebt hätten und auch Greenpeace scheint auf Fallschirmeinflüge in die Stadien von Katar zu verzichten. Am Ende steht auch die Frage, wie angebracht es ist, die eigenen Moralvorstellungen in das Wohnzimmer des Gastgebers zu kotzen.

Wäre man konsequent gewesen, hätten England, Frankreich, Deutschland, Polen, Italien und andere Länder auf die Teilnahme verzichtet. Dann hätte die Fifa ja sehen können, ob eine WM ohne die Fußballnationen überhaupt sinnvoll ist.

Aber gut, immerhin hat die Mannschaft durch das Spiel gegen Japan vorerst wieder das sportliche Versagen in den Mittelpunkt gerückt.

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