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Nervige Werbung: „Outlook zum ihrem ständigen Begleiter zu machen“

Einige Nutzer von Outlook 365 oder Outlook 2019 können sich über einen kleinen Info-Balken in Microsoft Outlook unterhalb des Menüs regelmäßig erfreuen, welcher darauf hinweist:

„Machen Sie Outlook zu Ihrem ständigen Begleiter. Behalten Sie den Überblick über Ihren Tag, wenn Sie mit Outlook für iOS und Android unterwegs sind“

Screenshot Werbung unterhalb des Menüs MACHEN SIE OUTLOOK ZU IHREM STÄNDIGEN BEGLEITER
Screenshot Werbung unterhalb des Menüs in einem kleinen Info-Balken

Interessanterweise wird der Nachsatz dieser Meldung auch ein wenig variiert. Da kann durchaus auch mal etwas anderes stehen, wie „Werden Sie mobil mit Outlook für iOS und Android“. So versucht Microsoft irgendeine Begehrlichkeit zu wecken, ohne Rücksicht darauf, wie abträglich das der Usability ist.

Das anzuprangernde Ärgernis beginnt jedoch, wenn man diese Meldung loswerden und ausblenden möchte.  Denn man kann auf das „X“ klicken und dann wird die Meldung erstmal ausgeblendet. Aber das ist nicht von Dauer. Denn nach dem nächsten Neustart von Outlook springt einem diese Meldung wieder ins Gesicht.

Auch kann man „Nächste Schritte“ anklicken und den Empfehlungen folgen. Man kann auch die Outlook-App auf seinem iPhone oder Android-Smartphone installieren. Die nervige Werbung bleibt erhalten, wie ein störendes Furunkel am Allerwertesten.

Wer jetzt denkt, „da muss es doch eine Einstellung für geben“ , der kann sich auf eine lange Suche begeben.

Da gibt man also mehrere zig Euro im Jahr für Microsoft Office 365 aus oder sogar mehrere hundert Euro für Office 2019, um dann innerhalb der Programme mit zusätzlicher Werbung beballert zu werden, die ablenkungsfreies arbeiten komplett unterminiert, nur um auch im Mobile-Bereich die Nutzer heim ins Microsoft-Reich zu holen.

Glücklicherweise scheint es doch einen Workaround zu geben, um die Outlook-Meldung zum Ständigen Begleiter zu deaktivieren. Natürlich schön umständlich nur über einen Registry-Eintrag, so dass der normale User erst gar nicht gewillt ist, sich in diese Untiefen von Windows zu begeben.

Es ist dermaßen offensichtlich wie Microsoft an allen Stellschrauben in Richtung der eigenen Produkte dreht. Apps sollen aus dem AppStore bezogen werden, bevor man das eigentliche Programm installieren kann, individuelle Outlook Postfächer mit eigenem Benutzernamen lassen sich nicht mehr ohne weiteres einrichten; die Liste lang der Maßnahmen, die Microsoft unternimmt, um die Benutzer immer weiter in seinen unlösbaren Bann zu ziehen. Sich von seinem Ehemann oder Ehefrau zu trennen wird zukünftig einfacher sein als sich von Microsoft zu trennen.

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