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MyCommerce (ShareIt) kündigt wegen zu geringem Umsatz

MyCommerce ist ein Dienstleister, der es Software-Entwicklern ermöglicht ohne eigenen Online-Shop ihre digitalen Produkte in Form von Lizenzen, Download-Links oder ähnlichem zu verkaufen.

Pro verkauftes Produkt behält sich dann MyCommerce einen gewissen Anteil an Gebühren ein. Das ist so weit in Ordnung, denn schließlich übernehmen sie die Administration und Weiterentwicklung der Shop-Plattform und müssen darüber hinaus auch etwaige Zahlungsgebühren, z.B. PayPal-Gebühren, abführen.

Screenshot MyCommerce Warenkorb
Beispiel Software-Produkt im Warenkorb von MyCommerce

Für Software-Entwickler birgt das gravierende Vorteile, da sich die Entwickler so auf Ihre eigentliche Arbeit, dem Programmieren, konzentrieren können. Der ganze Ballast einen Online-Shop einzurichten, zu pflegen, Zahlungsdienstleister und Zahlungsmethoden einzubinden, Datenschutz, steuerliche Aspekte, Buchhaltung, etc. entfällt durch die Verwendung eines Dienstleisters wie MyCommerce.

Leider sind die kleinen Software-Entwickler inzwischen dem MyCommerce-Management ein Dorn im Auge und man ist dazu übergegangen Softwareverkäufer, die eine bestimmte Umsatzschwelle nicht erreichen einfach zu kündigen und den jeweiligen Shop zu schließen.

Wer bleibt hier auf der Strecke? Natürlich wie so oft: DIE KLEINEN.

Qualitativ wertvolle Nischensoftware wird so samt der Entwickler vom Markt gefegt. Der nette, kleine Nebenverdienst, als Rentenvorsorge gedacht, des Hobby-Entwickler entfällt ersatzlos.

Auf der Wunschliste von MyCommerce stehen nur noch Unternehmen, die einen Mindestumsatz von über 6.000USD jährlich machen. Das mag für den ein oder anderen nicht viel klingen, aber wenn man eine kleine Software für 20USD (darf man gern in Euro umrechnen) verkauft, dann muss man mindestens 25 Käufer jeden Monat finden.

Screenshot E-Mail Management-Entscheidung zur Umsatzschwelle
Erforderlicher Mindest-Umsatz bei MyCommerce

Dieses Gebaren erscheint völlig unverständlich, da so ein Shop-Account einfach nur Einträge in einer Datenbank sind. Und ob in der Datenbank umsatzstarke neben umsatzschwachen co-existieren, sollte völlig egal sein. Wenn PayPal seine Gebühren erhöht, dann kann MyCommerce auch seine Gebühren-Ordnung entsprechend anpassen. Und dass die umsatzschwachen Softwareunternehmen eine so große allgemeine Arbeitslast darstellen, ist schwer vorstellbar.

Deswegen prangern wir das Vorgehen von MyCommerce aufs schärfste an.

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