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Läutet Corona das Fahrradzeitalter ein?

Lautet die Überschrift auf Zeit.de und wann immer eine Frage gestellt wird, in der Presse lautet die Antwort meist schlicht nein.

Oft stecken hinter bestimmten Fragestellungen in den Medien bestimmte Wünsche des jeweiligen Schreiberlings oder in diesem Fall des Podcasters. Konkret geht es um den erhöhten Absatz von Rädern in der Corona-Krise. Und in der Tat, wer heute ein Fahrrad kaufen möchte, muss meist lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch wer sein altes Radel wieder flott bekommen möchte und deswegen den Fachhändler aufsucht, bekommt meist nur gesagt, dass ein Termin für die Reparatur ein paar Wochen in Anspruch nehmen kann. Selbst ausprobiert.

Daraus aber eine Verkehrswende hin zu mehr Umweltschutz abzuleiten ist schon sehr gewagt. Der Absatz von E-Bikes ist auf Rekordniveau. Man sieht sie derzeit überall, allerdings nur am Wochenende und bei schönem Wetter.

Im Berufsverkehr ist mir keine erhöhte Anzahl an Pendler mit dem Rad aufgefallen. Nur vereinzelt sieht man hier am frühen Morgen den ein oder anderen Radler zur Arbeit schnaufen. Die Zahl geht gegen 0, wenn das Wetter mal etwas schlechter wird, auch wenn harte Kommentatoren des Podcasts beteuern, dass alles nur eine Frage der Kleidung sei und man auch im Winter und Schneesturm keine Probleme habe, die Tour zur Arbeit zu machen. Wer in der Arbeit keine Dusche hat, wird auch nur kurze Entfernungen mit dem Rad zurücklegen.

Nur für die Masse ist dies nichts. Hier ist wieder mal der Wunsch Vater des Gedanken. Die Räder werden gekauft, damit man am Wochenende zum Biergarten radeln kann, wenn das Wetter passt. Immerhin kann man dieses Jahr ja nicht in den Urlaub fahren. Damit die Wampe auch nicht den Berg hinauf gehievt werden muss, kauft man sich eben gleich ein E-Bike.

Für alles andere wird dann doch wieder das Auto genommen.

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