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Polizei greift auf Corona Kontaktlisten zu

Wo immer Daten anfallen, werden Begehrlichkeiten geweckt. Daher ist Datensparsamkeit so wichtig, da die Daten ansonsten schnell weiter verwendet werden.

So geht es auch den Corona-Kontaktlisten, welche wir derzeit in Restaurants, Biergärten oder sogar in der Bäckerei ausfüllen dürfen. Meist werden Name, Telefonnummer und Uhrzeit verlangt, welche wir gerne wahrheitsgemäß angeben. Ist ja für die gute Sache.

Nun war es nur eine Frage der Zeit, bis die Daten weiter verwendet werden. So greift nun auch die Polizei vermehrt auf diese Daten zu, um Zeugen zu suchen, Ermittlungen durchzuführen. Natürlich nur bei “besonders schwerwiegenden Fällen” und bei Gefahr für Leib und Leben. Im Artikel wandert dieser Anspruch schnell auf ein Drogendelikt und Diebstahl herunter.

Solche Lippenbekenntnisse sind meist nichts wert. Ist die Schwelle erstmal überschritten, dann werden diese Listen für immer weitere Nichtigkeiten verwendet! Rechtlich ist das wohl zulässig. Der ein oder andere Webseitenbetreiber wird sich jetzt gerade verwundert die Augen reiben. Ein Staat, der uns mit der Datenschutzgrundverordnung gängelt, nutzt wie selbstverständlich irgendwelche Daten fremd und die Sache passt.

Auch wenn es für die vermeintlich gute Sache ist, prangern wir das Vorgehen der Polizei an. Dies wird im Endeffekt nur viele Vorurteile schüren und mehr Leute dazu animieren sich mit Fantasiedaten in diese Listen einzutragen oder gleich auf einen Besuch im Biergarten verzichten.

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